Europäische Erinnerungskultur(en): Tschechien im Fokus
Vom 9.-15. März 2025 fand in Tschechien die dritte Veranstaltung im Rahmen des internationalen Projekts »European Culture(s) of Remembrance« statt. Teilnehmende aus 11 europäischen Ländern setzten sich eine Woche lang intensiv mit zentralen Themen der tschechischen und europäischen Erinnerungskultur auseinander.
Das Programm begann in Prag mit einem Besuch einer Ausstellung im Nationalmuseum sowie einem geführten Stadtrundgang zu ausgewählten Erinnerungsorten. Am folgenden Tag reisten die Teilnehmenden nach Südböhmen zum Denkmal für die Roma- und Sinti-Opfer des Holocaust in Lety u Písku. Von Písek aus fuhr die Gruppe weiter nach Terezín (Teresienstadt), einem der wichtigsten Orte der Holocaust-Erinnerung in Mitteleuropa. Neben der Besichtigung der Gedenkorte fanden Gespräche mit Vertreter*innen lokaler Institutionen über aktuelle Herausforderungen der Vermittlung der Geschichte des 20. Jahrhunderts und der historisch-politischen (Jugend)Bildung statt. Das Seminar endete in Ústí nad Labem mit dem Besuch der Ausstellung »Unsere Deutschen (Naši Němci)« zur Geschichte der deutschsprachigen Bevölkerung.
Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung stand der Austausch unter den Teilnehmenden im Mittelpunkt, der sowohl den Blick auf lokale, regionale und nationale Dynamiken als auch auf europäische Perspektiven der Erinnerungskultur sowie deren Verortung in der (internationalen) Bildungsarbeit erweiterte.
Die Veranstaltung mit Fokus auf Tschechien wurde in enger Zusammenarbeit mit unserem lokalen Projektpartner Antikomplex durchgeführt.
Das Projekt »European Culture(s) of Remembrance« wurde von Markus Rebitschek (EJBW, Weimar) und Boris Stamenić (Retrovizor, Zagreb) initiiert und wird von der Europäischen Union sowie der Bundesrepublik Deutschland gefördert. Es läuft von 2025 bis 2027 und umfasst insgesamt sechs Veranstaltungen in verschiedenen europäischen Ländern.
Die Ausschreibung für das nächste Seminar, das im Oktober 2026 in Griechenland stattfinden wird, erscheint in den nächsten Wochen auf der Website unseres Projektpartners Retrovizor sowie auf den Kanälen der EJBW.
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 17. März 2026
SOFT: The Subtle Art of Facilitation
Im Oktober 2025 fand der erste Teil unserer Fortbildungsreihe für Fachkräfte der internationalen Jugendarbeit unter dem Titel »SOFT: The Subtle Art of Facilitation« in Italien statt. Nun war es endlich soweit und der zweite Teil der Veranstaltung wurde in Weimar 06.-12.03.2026 umgesetzt.
Im Seminar hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit sich darauf zu konzentrieren, was es wirklich bedeutet, Lern- und Gruppenprozesse zu begleiten:• Unterstützung unterschiedlicher Lernbedürfnisse und Lernpräferenzen.
• Gemeinsames Gestalten eines Klimas, das selbstgesteuertes Lernen stärkt.
• Flexible Anpassung an individuelle Bedürfnisse und an die der Gruppe.
• Förderung von Zusammenarbeit und gemeinsamem Lernen.
• Lernende ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen – auch wenn es sich manchmal herausfordernd anfühlt.Unser Ziel war es, einen Raum zu schaffen, in dem diese Ideen nicht nur erkundet, sondern auch in der Praxis erlebt werden konnten. Es war eine Gelegenheit, in einem unterstützenden, dynamischen Umfeld zu reflektieren, zu üben und zu wachsen.
Das Projekt wurde in enger Kooperation mit unserem italienischen Projektpartner Terzo Millennio ETS – Laboratorio Di Umana Solidarietá und Dank europäischer Mittel umgesetzt.
Bilder: Corina Pintea, Sarah Mennuni
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 16. März 2026
Courage-Coach-Ausbildung
Vom 6. bis 8. März fand eine neue Ausbildung mit 16 engagierten Schüler*innen aus ganz Thüringen statt. Mit dabei waren die Regelschule Breitungen, das Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt, die Freie Waldorfschule Eisenach, die Oststadtschule Eisenach, das Zabel–Gymnasium Gera, die Bergschule Heilbad-Heiligenstadt und das TGS Kulturanum Jena. Die Veranstaltung war eine Kooperation mit dem Netzwerk für Demokratie & Courage – zwei Teamerinnen vom NDC begleiteten die Teilnehmenden durch das Seminar und vermittelten ihnen einen Grundlagen-Workshop zum Thema Diskriminierung und couragiertem Handeln.
Im Fokus des Seminars: Wissen über Diskriminierung und gesellschaftliche Strukturen aneignen, Perspektiven teilen und im Austausch voneinander lernen. Dabei ging es auch darum, konkrete Handlungsmöglichkeiten für Probleme an den eigenen Schulen zu finden und Courage-AGs zu stärken.
Dafür ging es am Freitagnachmittag los mit dem Austausch an Erwartungen und Wünschen fürs Wochenende. Von jahrelanger Erfahrung in aktiven Courage-AGs bis zu frisch gegründeten und motivierten Gruppen war alles dabei. Ebenso kamen die Teilnehmenden von verschiedenen Schulformen sowie aus ländlichen und städtischen Orten. Schnell wurde klar: in diesem Raum gibt es viele verschiedene Perspektiven! Beim gegenseitigen Kennenlernen halfen ein abendlicher Ausflug in die Innenstadt – und eine lange Runde »Werwolf« vor dem Schlafengehen.
Trotzdem fit ging es am Samstag mit dem Hauptteil des inhaltlichen Programms weiter. Die Gruppe setzte sich vertieft mit Diskriminierung in der Gesellschaft auseinander und nahm dabei vor allem Rassismus in den Blick. Neben Input gab es viel Raum für Erfahrungsaustausch und persönliche Eindrücke. Für den Nachmittag lag der Fokus auf dem anstehenden Workshop, den die Teilnehmenden selbst »erlernen« wollten. Denn Courage-Coach sein bedeutet, an der eigenen Schule Workshops mit jüngeren Klassen zum Thema Diskriminierung und couragiertes Handeln durchführen zu können. Ein mutiger Schritt! Dafür war eine Menge Vorbereitung nötig: Was brauche ich, um einen guten Workshop zu teamen? Wie ticken eigentlich Schüler*innen aus den fünften und sechsten Klassen? Welche Tipps und Tricks helfen beim Moderieren? Und wie gehe ich mit schwierigen Situationen um?
Die Teilnehmenden gingen couragiert selbst ans Werk und erprobten in Kleingruppen die einzelnen Parts des Workshops, der anschließend in den Schulen umgesetzt werden soll. Anschließend stellten sie sich gegenseitig die einzelnen Teile vor, während der Rest der Gruppe eine 5. Klasse simulierte. Während des gesamten Prozesses erhielten sie konstruktive Unterstützung und Feedback durch die erfahrenen Teamerinnen des NDC.
Und so startet ein neuer »Jahrgang« an Courage-Coaches seine Arbeit an den Schulen! Die Rückmeldungen zum Wochenende fielen überwältigend positiv aus: Neben Austausch, Lernen und dem Ausprobieren mutiger Schritte hatten Alle zusammen auch eine große Menge Spaß.
Liebe Courage-Coaches, DANKE für euren Einsatz und eure Zeit! Es war inspirierend, mit euch zusammenzuarbeiten. Die nächste Möglichkeit gibt es dann Ende des Jahres – vom 6. bis 8. November findet die nächste Schulung statt.
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 06. März 2026
Stipendien 2026/2027: Jetzt für FranceMobil und mobiklasse.de bewerben
Das Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW) vergibt gemeinsam mit seinen Partnern auch für das Schuljahr 2026/2027 wieder Stipendien für die beliebten Programme FranceMobil und mobiklasse.de.
Gesucht werden motivierte junge Erwachsene aus Frankreich und Deutschland, die Lust haben, an Schulen im Nachbarland zu arbeiten und Kinder sowie Jugendliche spielerisch für Sprache, Kultur und internationale Mobilität zu begeistern.
Mit Sprache und Kultur begeistern – ein Schuljahr im Nachbarland
Als Lektorin oder Lektor von FranceMobil bzw. mobiklasse.de besuchen Sie Schulen im jeweiligen Partnerland und gestalten interaktive, kreative Aktivitäten rund um die französische oder deutsche Sprache und Kultur. Gleichzeitig informieren Sie über Austauschprogramme und machen Mut, eigene Auslandserfahrungen zu sammeln.
Die Programme leisten damit einen wichtigen Beitrag zur deutsch-französischen Zusammenarbeit, zur interkulturellen Bildung und zur Förderung europäischer Mobilität.
Wer kann sich bewerben?
- FranceMobil: junge Menschen aus Frankreich
- mobiklasse.de: junge Menschen aus Deutschland
Die Bewerbung erfolgt über ein Online-Bewerbungsformular:
- Für FranceMobil bitte die französische Sprachversion wählen
- Für mobiklasse.de bitte die deutsche Sprachversion wählen
Bewerbungsfrist
Bewerbungsschluss: 31. März 2026
Jetzt bewerben und Teil des Programms werden
Alle Informationen zu den Voraussetzungen, dem Stipendium und dem Bewerbungsverfahren finden Sie in den offiziellen Ausschreibungen für das Schuljahr 2026/2027 auf den jeweiligen Programmseiten.auf Facebook teilen · veröffentlicht am 25. Februar 2026
VOLU.M.E Mentoring: Design to Align (II) | 16.-22.02.2026| Weimar (EJBW)
Nach einer gemeinsamen Woche auf Zypern im Herbst 2025 traf sich Seminargruppe, bestehend aus Jugendarbeiter*innen, Mentor*innen und Koordinator*innen von Freiwilligenprojekten aus ganz Europa in Weimar, um weiter am Thema »Mentoring« im Europäischen Solidaritätskorps (ESK) zu arbeiten.
Im Mittelpunkt stehen die Auseinandersetzung mit der Rolle von Mentor*innen in internationalen Freiwilligendiensten (wie dem Europäischen Solidaritätskorps, ESK) und die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses von Mentoring innerhalb der teilnehmenden Organisationen. Ziel ist es, bestehende Mentoringprozesse zu analysieren und passgenaue Entwicklungswege zu gestalten, die den jeweiligen Kapazitäten von Organisation, Mentor*innen, Freiwilligen und den Projekten gerecht werden.
Ein besonderer Fokus liegt darauf, Koordinator*innen und Mentor*innen derselben Organisation einzubeziehen, um ein abgestimmtes Verständnis und eine nachhaltige Umsetzung von Mentoringprozessen zu fördern.
12 Jahre VOLU.M.E – eine Erfolgsgeschichte der Zusammenarbeit: seit der ersten Veranstaltung im Jahr 2014 ist die VOLU.M.E-Reihe kontinuierlich gewachsen:
- 25 internationale Aktivitäten in ganz Europa
- über 600 Teilnehmende
- mehr als 70 Partnerorganisationen
Das Netzwerk hat in dieser Zeit unzählige Lernerfahrungen, neue Partnerschaften und innovative Ansätze für Freiwilligenarbeit und Mentoring hervorgebracht. »Design to Align« ist ein Projekt des europäischen Netzwerks »The Constellation«, bestehend aus:
- EJBW (Weimar, Deutschland)
- Politistiko Ergastiri Ayion Omoloyioton (Lefkosia, Zypern)
- Pro Vobis (Cluj-Napoca, Rumänien)
- Cluj-Napoca Volunteer Centre Centre (Cluj-Napoca, Rumänien)
- Terzo Millennio (Lecce, Italien)
- Hors Pistes (Marseille, Frankreich)
- La Víbria Intercultural (Terrassa, Spanien)
- Team for Youth (Baia Mare, Rumänien)
- Esplora (Itri, Italien)
Gefördert von der Europäischen Union.
Bilder: Corina Pintea, Arianna Curreli, Diana Bere, Orsi Biro
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 24. Februar 2026
Um den Gebrauch unserer Website möglichst benutzerfreundlich zu gestalten, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
