»European Academy on Youth Work« in Kranjska Gora (Slowenien)
Vom 5. bis 8. Mai 2026 nahm Markus Rebitschek, Bildungsreferent »Internationale Jugendarbeit« an der »European Academy on Youth Work«, EAYW im slowenischen Kranjska Gora teil. Die internationale Fachveranstaltung brachte rund 200 Expert*innen aus Praxis, Forschung und Jugendpolitik zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Zukunftsfragen und innovative Ansätze der europäischen Jugendarbeit zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen Themen wie gesellschaftlicher Wandel, Resilienz, demokratische Herausforderungen sowie die Zukunftsfähigkeit der Youth Work in Europa.
Im Rahmen der Academy beteiligte sich Markus Rebitschek aktiv an Diskussionen, Austauschformaten und Peer-Learning-Prozessen. Dabei stellte er die Arbeit der EJBW sowie insbesondere den Bereich »Internationale Jugendarbeit« vor. Besonderes Interesse galt den langjährigen internationalen Kooperationen der EJBW und deren nachhaltiger Umsetzung mithilfe der Erasmus+-Akkreditierung. Die Gespräche vor Ort verdeutlichten, wie wichtig stabile europäische Partnerschaften, langfristige Netzwerke und flexible Bildungsangebote für ein widerstandsfähiges und zukunftsorientiertes Arbeitsfeld sind.
Die EAYW versteht sich als Plattform für Innovation, Wissenstransfer und gemeinsames Lernen innerhalb der europäischen Jugendarbeit. Entsprechend bot die Veranstaltung zahlreiche Impulse für die Weiterentwicklung internationaler Bildungsarbeit und bestätigte zugleich die Bedeutung einer starken europäischen Zusammenarbeit in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit und Transformation.
Für die EJBW war die Teilnahme eine wertvolle Gelegenheit, bestehende Kooperationen zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und die eigene Expertise im Bereich internationaler Jugendbildung in europäische Debatten einzubringen.
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 18. Mai 2026
Internationaler Fachkräfteaustausch »4Z. Between us – Learning as a relational practice« – Auftakt in Tauchen (Österreich)
Vom 10. bis 16. April 2026 fand im österreichischen Tauchen bei der Partnerorganisation Blue Whale Education Center der Auftakt des internationalen Fachkräfteaustauschs »4Z. Between us – Learning as a relational practice« statt.
Im Mittelpunkt des Trainings stand die Frage, wie Lernen als ein zutiefst zwischenmenschlicher, relationaler Prozess verstanden und gestaltet werden kann.
Ausgehend von der Annahme, dass Lernen nicht isoliert geschieht, sondern im Austausch mit anderen entsteht, beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit Beziehungen als zentralem Raum für Entwicklung, Bedeutung und Transformation. Dabei wurden sowohl individuelle Prägungen wie Werte, Bedürfnisse und Erfahrungen als auch deren Einfluss auf Lern- und Lehrprozesse reflektiert.
Durch Dialog, Co-Kreation und gemeinsames Experimentieren wurde Lernen nicht als bloße Wissensvermittlung, sondern als ein Prozess verstanden, der auf Vertrauen, Neugier und gegenseitiger Präsenz basiert. Ein besonderer Fokus lag darauf, wie Sicherheit und Risiko im Lernkontext zusammenwirken können und wie Unterschiede sowie Konflikte als wertvolle Lernchancen genutzt werden können.
In einer Zeit, die von schnellen Antworten und oberflächlichem Lernen geprägt ist, setzte das Training bewusst auf Entschleunigung und die Förderung echter menschlicher Verbindungen.
Der zweite Teil der Veranstaltung wird im Juli 2026 in Weimar stattfinden.
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 06. Mai 2026
»ToT-Ally Diverse« in Hondarribia, Spanien
Vom 24. bis 30. April 2026 fand in Hondarribia das zweite Treffen der Fortbildungsreihe »ToT-Ally Diverse – A long-term Training of Trainers with diverse abilities 2025–2026« statt. Aufbauend auf dem ersten Präsenztreffen in Weimar und der Online-Phase stand die Weiterentwicklung von Trainer*innen-Kompetenzen in der non-formalen Bildung im Mittelpunkt.
Die Teilnehmenden arbeiteten in selbstorganisierten Teams, planten und moderierten zwei Trainingstage und setzten erlernte Inhalte direkt praktisch um.
Besonderer Fokus lag auf inklusiven Lernansätzen, Universal Design, barrierefreier Kommunikation und individueller Unterstützung. Ziel des Projekts ist es, die Teilhabe und Sichtbarkeit von Trainer*innen mit vielfältigen Fähigkeiten im europäischen Jugendbereich nachhaltig zu stärken.
Das Seminar war geprägt von Eigenverantwortung, intensivem Austausch und praxisnahem Lernen. Die Ergebnisse fließen in die Online-Reflexionsphase sowie das Abschlusstreffen in Slowenien im Herbst 2026 ein.
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 05. Mai 2026
Democracy in Action: Youth Work Matters! Tagungsdoku erschienen
Die internationale Konferenz »Democracy in Action – Youth Work Matters« (3.–5. Dezember 2025, Straßburg) widmete sich der Frage, wie Jugendarbeit demokratische Räume unter zunehmendem Druck schützen kann. Über 80 Teilnehmende aus 28 Ländern tauschten Erfahrungen aus und entwickelten gemeinsame Strategien. Auch die EJBW war aktiv beteiligt, unter anderem durch Beiträge von Markus Rebitschek. Im Fokus standen der globale demokratische Rückbau, internationale Solidarität und konkrete Handlungsmöglichkeiten. Workshops und Diskussionen zeigten, wie stark demokratische Freiräume weltweit eingeschränkt werden. Besonders hervorgehoben wurde ein Workshop zur Situation in Serbien sowie Praxisbeispiele aus Belarus. Die Beiträge machten deutlich, wie wichtig internationale Vernetzung und solidarisches Lernen sind. Jugendarbeit wurde als zentraler Schlüssel zur Stärkung demokratischer Prozesse betont.
Ausführlicher Konferenzbericht ›
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 01. April 2026
Multimediales Theaterstück zur DDR von Jugendlichen für Jugendliche
Ende März fand ein mehrtägiges Kick-Off-Seminar mit Jugendlichen aus Jena statt, die an der Entstehung eines interaktives Theaterprojekts zur DDR-Geschichte mit dem Titel »Zwischen Träumen und Wachen – Einblicke in das geteilte Deutschland« arbeiten. Nach dem Start in der Schule war die Gruppe für drei weitere Tage in der EJBW.
Die Jugendlichen arbeiteten an der Grundidee des Stücks, entwickelten Figuren, machten sich Gedanken über die theatralische Verdichtung und erprobten erste Szenarien. In gesondert erstellten Materialkoffern bekamen Sie zum einen Dokumente, Fotos, Textauszüge, Interviewmaterial und Arbeitsaufträge, zum anderen aber auch biografisch aufgeladene Gegenstände, die den Zugang zu den Figuren sinnlich und anschaulich machen sollen.
Am letzten Tag des Seminars führten sie außerdem ein Zeitzeugengespräch mit Holm Kirsten durch, der in den 80er Jahren als einer der »Sprayer von Weimar« von der Staatssicherheit verfolgt worden war. Die Arbeit an dem Theaterstück wird in den nächsten Monaten sukzessive weitergeführt.
Nach der Premiere an der Staatlichen Gemeinschaftsschule Kaleidoskop Jena im Sommer 2027 wird das Stück bundesweit an weiteren Schulen aufgeführt. Begleitende Unterrichtsmaterialien, Filmsequenzen und moderierte Gespräche sollen die Auseinandersetzung mit den Themen des Stücks vertiefen.
Mit dem Theaterprojekt entsteht ein innovatives Bildungsformat, das historische Bildung, künstlerische Praxis und mediale Gestaltung eng miteinander verbindet. Ziel ist es, Jugendlichen einen emotionalen und zugleich reflektierten Zugang zur Geschichte der DDR zu eröffnen – jenseits klassischer Vermittlungsformen und mit einem klaren Bezug zu Fragen der Gegenwart.
Die EJBW arbeitet bei dem Projekt mit der Kaleidoskop Gemeinschaftsschule Jena, der musealis GmbH sowie der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zusammen. Es wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Rahmen des Programms »Jugend erinnert«, Förderlinie SED-Unrecht.
auf Facebook teilen · veröffentlicht am 01. April 2026
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