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Publikationen

Projektbüro Jugend 2000

Internationale Kinder- und Jugend(kultur)arbeit im Rahmen der Europäischen Kulturstadt Weimar 1999

Stephan Eschler, Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

  1. Eine Kleinstadt als Kulturstadt Europas
    Weimar 1999: Eine Stadt im Herzen der Bundesrepublik Deutschland war 10 Jahre nach den gesellschaftlichen Umbrüchen in Ostdeutschland Europäische Kulturhauptstadt. Die Stadt und die Region waren bereits Jahre vorher von den Vorbereitungen des Ereignisses gezeichnet. Vor allem in Weimar selbst war eine fast unglaubliche Bautätigkeit ausgebrochen, die nicht nur die Weimarer Bürger und Bürgerinnen, sondern auch die Touristen unter der Last aufgerissener Straßen und damit verbundenen Umleitungen, Baulärm etc. so manches Mal aufstöhnen ließen. "Ach, wenn die Stadt es doch nie geworden wäre!". Aber sie war es geworden und diese Tatsache stellte für alle Menschen der Stadt, für die Verwaltung, die Vereine, Institutionen, Träger und Organisationen, die regionale Wirtschaft, Handel und Gewerbe eine große Herausforderung dar. Auch wenn außerhalb der Stadt- oder Regiongrenzen kaum jemand etwas mit dem Begriff "Kulturhauptstadt" anzufangen wußte, war die Region um die Stadt Weimar herum spätestens seit dem Herbst 1998 vom Kulturstadtjahr geprägt. 6 Millionen Touristen waren nach jüngsten Aussagen 1999 in Weimar, damit doppelt so viele, wie in den vergangenen Jahren. Diese hohe Zahl - die sich vor allem aus "Goethe- und Schillertouristen" und weniger aus "Kulturstadttouristen" zusammensetzt - verwundert wenn man bedenkt, daß schon in Leipzig oder Oberhausen viele Menschen nicht wissen, daß Weimar Kulturstadt Europas war.

  2. Weimar 1999: eine internationale Kulturstadt für Kinder und Jugendliche
    Weimar 1999 sollte auch ein besonderes Ereignis im Rahmen der Kinder- und Jugendarbeit einer Region werden. Bereits Mitte 1996 hatte in Weimar eine Initiativgruppe bestehend aus unterschiedlichen Trägern der Stadt Weimar und der Region mit den Planungen für ein Kinder- und Jugendprogramm für das Kulturstadtjahr begonnen. Das Ergebnis war ein "Kulturpaket" mit 33 Projekten, die der Stadt Weimar und der "Weimar 1999 – Kulturstadt Europas GmbH" (als durchführender Institution) übergeben worden sind. Parallel zur Arbeit der Initiativgruppe hatte das Jugendamt der Stadt Weimar die Fachämter aus Jena, Erfurt und dem Landkreis Weimarer Land eingeladen, gemeinsame Überlegungen anzustellen, wie das Kulturstadtjahr auch im Jugendbereich strukturell gestärkt werden könnte, um den Anforderungen des Ereignisses gerecht werden zu können. Beide Gruppen arbeiteten weitgehend parallel und unabhängig mit leichter Vernetzung. Die Intention der Initiativgruppe zur Einrichtung gemeinsamer Personalstellen zur organisatorischen, finanziellen und logistischen Unterstützung der Träger und das Ansinnen der Arbeitsgruppe der Jugendämter fanden Anfang 1997 Niederschlag in einem Antrag der Kooperationspartner Stiftung Europäi ðô€ Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) und Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Berlin (DKJS) an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Thüringer Ministerium für Soziales und Gesundheit zur Einrichtung der "Sondermaßnahme Projektbüro Jugend 2000".

  3. Das Projektbüro Jugend 2000: Katalysator für Kinder- und Jugendprojekte

Ende des Jahres 1997 begann die Arbeit des Projektbüros in Weimar und Berlin. Das Team der sieben MitarbeiterInnen besteht aus fünf ProjektkoordinatorInnen (davon eine Personalstelle in Berlin), einer Stelle für Öffentlichkeitsarbeit und einer Verwaltungssachbearbeiterin. An der Arbeit der lokalen Initiativgruppe anzuknüpfen war dabei eine ebenso wichtige Aufgabe, wie die inhaltlich-organisatorische Weiterentwicklung der Gesamtidee und die Einbeziehung überregionaler und internationaler Partner aus dem Kinder- und Jugendbereich in das Kulturstadtereignis. ...

Den vollen Text können Sier hier als pdf-Datei downladen: Projektbüro Jugend 2000 

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